Wie versuchte man vor 100 Jahren, der drängenden Wohnungsnot zu begegnen? Von 1930 bis 1935 entstand in Haselhorst die Reichsforschungssiedlung mit 3500 Wohnungen, dort wurde mit neuen Baustoffen, Abläufen, Grundrissen experimentiert, um das Bauen zu verbilligen. Im Rahmen des Festivals der Berliner Industriekultur ist dort die Museumswohnung (14.30-16.30 Uhr) geöffnet, vorher findet eine Sonderführung durch die Siedlung statt (13 Uhr, nur mit Anmeldung).
Die Gewobag hat die Reichsforschungssiedlung von 2003 bis 2013 denkmalgerecht modernisiert und eine Museumswohnung eingerichtet. Damit ist das bedeutende Forschungsprojekt der Weimarer Republik, an dem namhafte Architekten wie Walter Gropius, Fred Forbát, Otto Bartning und Paul Mebes beteiligt waren, wieder erkennbar.
Auf der Stadtführung mit Ausstellungskurator Michael Bienert wird gezeigt, was an modernen Bauweisen in den Wohnzeilen steckt (mit Anmeldung). Die Museumswohnung kann (ohne Anmeldung und Führung) von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr besichtigt werden - der Experte wird vor Ort sein. Der Gemeinwesenverein Haselhorst e. V. organisiert an diesem Nachmittag ein Musemscafé mit Kaffee und Kuchen. Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals der Berliner Industriekultur mit freundlicher Unterstützung der Gewobag.