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Das Romanische Café
im Berlin der 1920er Jahre

Eine Ausstellung am Originalschauplatz

Auch 2026 weiterhin geöffnet!

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Unsere 50.000ste Besucherin!

Am 26. September 2026 besuchte uns Emilia als die 50.000ste Besucherin in der Ausstellung. In passendem Outfit inforierte sie sich über das „Romanische Café und das Berlin der 1920er Jahre“ und genoss unsere kleine Überraschung mit Sekt, Kuchen und unseren kleinen „Plausch“.
Ihr Tipp – gerade auch an die Berliner: „Besucht diese wundervolle Ausstellung!“

Aktuelle Veranstaltungen

„Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“

14. Oktober um 19:30–21:00 CEST

Musikalische Lesung über das Leben von
 Friedrich Hollaender 
mit Inka Pabst und Torsten Knoll

Eine musikalisch-kabarettistische Begegnung mit Friedrich Hollaender zum 130. Geburtstag in seinem einstigen Lieblingslokal – dem Romanischen Café. Mit „Chanson-Nette“ Jeannette Urzendowsky und Tal Balshai (Piano/Gesang)

Paul Sullivan und Marcel Krueger präsentieren die überarbeitete und erweiterte deutsche Übersetzung ihres beliebten literarischen Stadtführers. Special Guest: Barbaros Altuğ.

Gäste haben die Ausstellung bisher besucht
(Stand: )

Freitag & Samstag
von 13:00 bis 18:00 Uhr
(So.–Do. geschlossen)

Kostenlose Führungen und weitere Highlights finden Sie unter Veranstaltungen

Hier finden Sie uns:
im Europa Center (Atrium)
Budapester Str., 10787 Berlin

DAS ROMANISCHE CAFÉ

Das Romanische Haus II mit der Terrasse vom Romanischen Café

„Hier wächst kein Gras,
hier wuchert die Idee“
(Sigismund von Radecki, 1924)

VIRTUELLE REALITÄT

„Das Café erinnerte an eine hohe,
laute Bahnhofswartehalle.“
(Herbert Günther, 1957)

STAMMGÄSTE

Stammtisch im Romanischen Café

„Alle Wege führen nach Berlin zurück.
Und ins Romanische.“
(Kurt Tucholsky)

NEUER WESTEN

Neuer Westen am Tauentzien

„Der Kurfürstendamm
ist das Schaufenster Berlins.“
(Curt Moreck, 1931)

Starke Frauen

Elisabeth Bergner, Robertson, Berlin phot.

„Die Frauen im ,Romanischen‘ waren alle emanzipiert, ohne es besonders betonen zu müssen.”(Géza von Cziffra, 1981)

DER MYTHOS

Im Romanischen Café von Richard Duschek, 1929 Illustrirte Zeitung, Leipzig

„Es klingt wie eine Sage /
Uralt vergangner Tage…“

(Willi Kollo, 1964)

Ben Becker über die Ausstellung „Das Romanische Café“ im Berliner Europa Center

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Das Romanische Café im Berlin der 1920er-Jahre

Eine Ausstellung am Originalschauplatz im Europa Center.

Was war eigentlich das legendäre Romanische Café? Warum war es in den „goldenen“ 1920er Jahren in Berlin so berühmt? Wer besuchte das Café und warum? Welche Spuren hat das Café in Kunst und Literatur hinterlassen? Warum erinnern wir heute an das Café und seine Gäste?
Antwort auf diese Fragen gibt eine Ausstellung am einstigen Originalort gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, dem heutigen Europa Center – mit historischen Fotos und Filmausschnitten, Gemälden und Grafiken, literarischen und journalistischen Texte sowie Kaffeehausinventar aus den 1920er-Jahren. Mit einer 3D-Visualierung des Innenraums wird dieser einstmals lebendige Ort von Inspiration und Debatte auch räumlich erlebbar.

„Hier wächst kein Gras,
hier wuchert die Idee“
(Sigismund von Radecki, 1924)

Wo heute das Europa Center steht, trafen sich im Berlin der Weimarer Republik Kunstschaffende und Intellektuelle. Bis zu ihrer Vertreibung durch die Nationalsozialisten war das Romanische Café ein Ort, an dem über Kunstprojekte debattiert, Netzwerke geknüpft und Ideen ausgetauscht wurden. Es lockte Kreative aus ganz Europa in die aufstrebende neue City um die Gedächtniskirche, in den Neuen Westen.

„Der Kurfürstendamm ist
das Schaufenster Berlins.“
(Curt Moreck, 1931)

Der Kurfürstendamm hatte in den 1920er-Jahren als der „Neue Berliner Westen“ einen immensen Stellenwert in der gerade erst zu Groß-Berlin gewordenen Millionenstadt. Er übte mit seinem Konsum- und Unterhaltungsangebot einen Sog auf Nachtschwärmer, Intellektuelle und Touristen aus. Im Romanischen Café, in dem die zentralen Kulturakteure der Zeit ein zweites Zuhause hatten, verdichten sich die Erzählungen über diese Zeit und den Ort.

„Alle Wege führen nach Berlin zurück. Und ins Romanische.“
(Kurt Tucholsky)

Regelmäßig zu Gast im Romanischen Café waren: Max Liebermann, Alfred Döblin, Jeanne Mammen, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Billy Wilder, Georg Grosz, Valeska Gert, Max Reinhardt, Alfred Flechtheim, Kurt Tucholsky, Friedrich Hollaender, Max Schmeling, Egon Erwin Kisch, Erich Kästner, Irmgard Keun, Mascha Kaléko und viele mehr. Die Liste der Café-Besucherinnen und -Besucher führt vor Augen, in welcher Katastrophe die Weimarer Republik endete. Nach 1933 erhielten viele von ihnen Berufsverbot, wurden politisch verfolgt, gingen ins Exil, suchten den Freitod oder wurden ermordet.

„Es klingt wie eine Sage /
Uralt vergangner Tage…“
(Willi Kollo, 1964)

Das Romanische Café ist ein Mythos und zugleich eine Leerstelle in der Erinnerungskultur Berlins. Die Ausstellung ist ein Erlebnis-, Lern- und Gedenkort, der diese Lücke schließt. Am Originalschauplatz wird die Erinnerung an die kulturelle Strahlkraft des Neuen Berliner Westens in der Weimarer Republik neu verankert. Die Ausstellung spricht ein breites lokales sowie internationales Publikum an und schafft niedrigschwellige Zugänge zu zeitgeschichtlichen Themen.

Die Ausstellung

Zentraler Erlebnisraum der Ausstellung ist das Künstlerlokal „Romanisches Café“ mit seinem bunten Publikum und seiner anregenden Atmosphäre. Zeitgenössische Darstellungen von Café und Gästen in Malerei, Grafik, Presse, Literatur und Musik lassen es als Anziehungspunkt der kulturellen Avantgarde der 1920er-Jahre lebendig werden. Einige der Exponate werden erstmals öffentlich präsentiert.

Gerahmt wird die zentrale Erzählung mit einem Parcours zur Geschichte des Romanischen Hauses II von 1901 bis 1943. Das hier gelegene Romanische Café wird so als exemplarischer Brennpunkt von Zeitgeschichte begreifbar. Ein zweiter Parcours verortet das Café in seiner direkten Umgebung, dem Neuen Westen. Dessen Mischung aus boomender Unterhaltungsindustrie (Kino, Theater, Kabarett, Tanz), Luxusgeschäften, Ateliers, russischen und jüdischen Kulturangeboten findet sich in der Gästeschar des Romanischen Cafés wieder. Die Umgebung inspirierte das Café, und das Café strahlte in seine Umgebung aus.

Zur Ausstellung wird ein Rahmenprogramm mit Sonderveranstaltungen in Kooperation mit dem Europa Center angeboten, außerdem Lesungen und Workshops. Die Kuratoren führen regelmäßig durch die Ausstellung. Gruppenführungen können gebucht werden. > Zum Veranstaltungskalender

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