Irmgard Keuns „Das kunstseidene Mädchen“ zählt zu den meistgelesenen Berlinromanen der Weimarer Republik. Auf dem Kurfürstendamm geht Doris, die Protagonistin, auf Männerfang. Biografische und literarische Schauplätze liegen um die Gedächtniskirche eng beieinander: In einer Seitenstraße des Kurfürstendamms steht das Geburtshaus von Irmgard Keun, und in diese Gegend kehrte sie 1931 aus Köln zurück, um einen Verlag für ihr erstes Buch „Gilgi“ zu finden. Hier kämpfte die Autorin 1933 gegen die Zensur- und Verbotsmaßnahmen der Nationalsozialisten. Die Führung mit Kurator Michael Bienert startet in der Ausstellung über das Romanische Café, wo Irmgard Keun Stammgast war.
