Mit Ipek Ipekcioglu, Peter Hedenström, Gérômyna Castell & Jayrôme C. Robinet
Einlaß: 15:00 Uhr – Beginn 16:00 Uhr
Begrenzte Platzzahl – Bitte rechtzeitig anmelden – um Hutspende wird gebeten!
Verbindliche Anmeldung per E-Mail an: geromina@berlin.de
In Westberlin war fast alles möglich. Weder Sperrstunden noch Sperrbezirke existierten in der legendären Mauerstadt mit ihrem billigen und kultigen Charme. Hier war der Ort für politische Aktion und Ausschweifungen aller Art. So erschien Westberlin zwar einerseits als „Rettungsring“ – zugleich war die Stadt aber auch Ort heftigster Umbrüche; auch hatten hier zahlreiche rassistische Politiken ihren Ausgangspunkt und wirkten dann auch in Westdeutschland.
Die AutorInnen eröffnen Einblicke in den Charakter dieser besonderen Stadt, wobei sie auf das Geschlechtliche und Sexuelle fokussieren. Sie blicken zurück auf jenen Ort, wo sich türkische Transfrauen ebenso zu Hause fühlten wie lesbische Aktivistinnen. Sie erzählen von Erinnerungen an das erotische Westberlin der 1970er und 80er Jahre aus vornehmlich queerer Sicht.
Link zum Buch: https://psychosozial-verlag.de/programm/2000/2130/3108-detail
DJ Ipek aka İpek İpekçioğlu ist eine international erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete, in Berlin/Istanbul lebende DJane, Produzentin, Kuratorin und Queer-Aktivistin. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Frauen, Migration, Rassismus, Mehrfachdiskriminierung und Gender, die sie in ihre Musik einfließen lässt. Diesem besonderen Mix und ihrem Aktivismus verdankt sie auch die Ehrung des Berliner Stadtmagazin Zitty als eine »der wichtigsten kulturellen Persönlichkeiten der Hauptstadt«.
2018 wurde sie vom Berliner Senat mit dem Preis für »lesbische Sichtbarkeit« ausgezeichnet.
Peter Hedenström, Pionier der Schwulenbewegung, Mitbegründer der „Homosexuellen Aktion Westberlin“, des Verlags Rosa Winkel und der Buchhandlung Prinz Eisenherz.
Gérômyna Castell: Ur-Berlinerin, Showpferd, Performerin, mit wechselnden Programmen auf den Berliner Bühnen zu sehen, u.a. am Deutschen Theater in „ugly duckling“ oder als Soloperformerin in vielen Lokalitäten der Stadt.
Jayrôme C. Robinet: veröffentlichte in Frankreich zwei Bände mit Erzählungen. 2015 erschien mit Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht – sein deutschsprachiges Debüt. 2019 erschien sein autobiografischer Roman Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund (Hanser Berlin).

