Der „Gerechte unter den Völkern“ Otto Weidt (1883 – 1947) schloss sich als junger Mann der anarchistischen Bewegung an, schrieb Gedichte und war ein regelmäßiger Besucher des Romanischen Cafés. 1939 gründete Otto Weidt eine Blindenwerkstatt, in der er fast ausschließlich jüdische seh- und hörbehinderte Menschen einstellte und viele vor der Deportation in die Vernichtungslager der Nationalsozialisten rettete. In seiner Graphic Novel „Blindes Vertrauen“ zeichnet Niels Schröder das dramatische Geschehen in und um die Blindenwerkstatt nach. Im Gespräch mit der Autorin und Journalistin Bernadette Conrad stellt Niels Schröder das Buch und Otto Weidt vor.