Zwischen 1925 und 1945 war Willy Fritsch einer der populärsten Filmstars, die es in Deutschland jemals gab. Insbesondere in der späten Weimarer Republik begeisterte er das Publikum in Blockbuster-Filmen wie „Die Drei von der Tankstelle“, aber auch der erste deutsche Tonfilm und später der erste deutsche Farbfilm fallen in seine Filmografie. Tauchte er bei einer Premiere auf, musste die Innenstadt rund um das Kino abgesperrt werden, weil zehntausende Fans den Verkehr blockierten, auch im Ausland. Friedrich Holländer dichtete ein Couplet über ihn und fragte: „Warum ist der Willy Fritsch so schön?“, und jeder kennt noch heute Schlager wie „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Ich wollt‘ ich wär‘ ein Huhn“, die er solo oder auch zusammen mit Lilian Harvey als sogenanntes „erstes Traumpaar des deutschen Films“ präsentierte.
Aber wie gut kennt man eigentlich Willy Fritsch? Heike Goldbach, die Autorin seiner Biografie, stellt den einstigen Publikumsliebling der Generation Charleston innerhalb einer multimedialen Lesung vor.
