DAS PROJEKT

Der Erinnerung einen Ort geben

Der Kurfürstendamm hatte in den 1920er Jahren, als der „Neue Berliner Westen″, einen ganz besonderen Stellenwert in der gerade erst zu Groß-Berlin gewordenen Millionenstadt. Er übte mit seinem Konsum- und Unterhaltungsangebot einen Sog auf Nachtschwärmer, Intellektuelle und Touristen aus.

Das Romanische Café, im Romanischen Haus II gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, lag im Herzen des „Neuen Westens″. Im Romanischen Café hatten die Kulturschaffenden der Zeit ein zweites Zuhause. Diese haben uns darüber und über ihre Zeit zahlreiche Geschichten hinterlassen.

Regelmäßig zu Gast im Romanischen Café waren:

Bertolt Brecht Dramatiker
Else Lasker-Schüler Dichterin
Billy Wilder Filmemacher
Alfred Döblin Arzt und Schriftsteller
Jeanne Mammen Malerin
Ruth Landshoff Schauspielerin und Autorin
Georg Grosz Maler, Grafiker, Karikaturist
Christian Schad Maler
Heinz Ullstein Schauspieler, Regisseur, Verleger
Alfred Flechtheim Kunsthändler, Galerist
Bruno Cassirer Verleger, Galerist
Hanns Eisler Komponist, Musiker
Egon Erwin Kisch Journalist
Max Liebermann Maler
Stefan Zweig Schriftsteller
Erich Kästner Schriftsteller
Irmgard Keun Schriftstellerin
Mascha Kaléko Schriftstellerin

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ab 1933 wurde vielen Gästen des Romanischen Cafés die Arbeit untersagt, sie wurden gedemütigt, flohen ins Exil, wurden verfolgt und ermordet. Das Romanische Haus II wurde 1943 im Bombenhagel zerstört.

Obwohl das Romanische Café in den 1920er Jahren schon ein internationaler Mythos war, verblasste die Erinnerung daran im Nachkriegs-Berlin von Jahrzehnt zu Jahrzehnt mehr. Das Café ist bis heute ein Mythos und zugleich eine Leerstelle in der Erinnerungskultur der Stadt.

Die Erinnerung an die kulturelle Strahlkraft des „Neuen Berliner Westens“ in der Weimarer Republik wird mit diesem Projekt neu verankert.

Freuen Sie sich auf

  • Eine Website, die Schritt für Schritt, zu einer digitalen Ausstellung heranwächst.
  • Eine Ausstellung am Originalschauplatz des historischen Romanischen Cafés.

Die digitale Ausstellung sowie die Herstellung der stationären Ausstellung wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

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